Auf dem Weg nach Weihnachten

Stimmungsvolle Weihnachtsfeier der Grundschule Ritter Tuschl im Freien

Vilshofen. Es ist nicht leicht, in der Adventszeit den Blick auf die wesentliche Botschaft zu richten und damit dem Konsumrausch und der kitschigen Dauerberieselung durch langweilige Weihnachtspopmusik etwas entgegenzusetzen. Kindern gelingt das wohl noch am ehesten. Davon konnte man sich am Donnerstag in der Grundschule Ritter Tuschl überzeugen.
Auf Anregung des Elternbeirates hatte man die Weihnachtsfeier nicht nur in die Abendstunde verlegt, sondern dafür auch noch das Außengelände der Schule ausgesucht. So warteten Eltern und Großeltern, die sich Zeit genommen hatten, bei frostigen Temperaturen und von der Ebene des Schulhof-Souterrains aus, eben nicht bequem, sondern erwartungsvoll auf den Auftritt ihrer Kinder und Enkelkinder. Passend auch, dass sie dazu den Blick hinauf zu den kleinen Darstellern vor der beleuchteten Kulisse des Schulhauses richten mussten, gleichsam als Ausdruck ihrer Wertschätzung und Hochachtung gegenüber den Akteuren.
"Immer, wenn in unserem Herzen Ruhe einkehrt und Frieden, immer wenn wir anderen und uns selbst Zeit schenken und Vertrauen", dann sei Weihnachten möglich, hatte Schulleiterin Silvia Thurner in ihrer Begrüßung aus einem kurzen Gedicht zitiert.
Alle Klassen aus Sandbach und Vilshofen hatten sich auf diesen Abend vorbereitet. Gedichtvorträge, Lieder und Tänze hatte man einstudiert, die Eltern hatten Weihnachtsgebäck geliefert und für Essen und heiße Getränke gesorgt. "Auf dem Weg nach Weihnachten bist du nicht allein, viele sind schon unterwegs, um bald beim Kind zu sein", hatten die Schülerinnen und Schüler aus Sandbach eröffnet und weiter "unterwegs triffst du Menschen, Menschen, die voll Sehnsucht sind, Menschen, die ohne Hoffnung sind oder Menschen, die der Glaube hält".
Aber auch die kindgemäße Episode von Ladislaus und Annabella, die James Krüss in Gedichtform geschaffen hat und die die 3. Klasse aus Vilshofen gemeinsam vortrug, war ein Beitrag zu mehr Achtsamkeit. Im Gedicht liefert Krüss das bekannte Gefühl von Einsamkeit, von der die Puppe und der Bär aus dem Warenhaus eben nicht als Konsumartikel, sondern als Projektionsfläche für Einfühlungsvermögen gerade noch rechtzeitig erlöst werden, um Kindern zu Weihnachten eine Freude machen zu dürfen.
Freude lösten auch die vielen kleinen Basteleien aus, die die Kinder, aber auch die Eltern in vielen Arbeitsstunden hergestellt hatten und die auf einem Basar im Schulhaus zum Verkauf angeboten wurden.

Bericht des Fördervereinsvorsitzenden Herrn Klaus Engel

 

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